Probleme der Wasserqualität und anthropogene Einflüsse auf den Abfluss des Ili

2009

Closed access Metadata (CSL-JSON)
DOI 10.1007/978-3-8349-8446-3_16
Data confidence 70 medium
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Abstract

Der Ili bildet sich durch den Zusammenfluss von Tekes und Kunges und wird von einer Vielzahl von Nebenflüssen gespeist, die den verschneiten Gipfeln der umliegenden Berge entspringen. Das Einzugsgebiet des Ili macht ca. 70 Prozent des Einzugsgebiets des Balchasch-Sees sowie ca. 80 Prozent der oberirdischen Abflusssumme des Balchasch-Sees aus. Hier befindet sich das dichteste Flussnetz nicht nur für den Ili, sondern auch für das gesamte Einzugsgebiet des Balchasch-Sees. Hinsichtlich Wasserdargebot und Wassertrübung liegt der Ili auf dem dritten Platz nach den größeren Strömen Zentralasiens Amudarja und Syrdarja. In seinem Verlauf innerhalb Kasachstans nimmt der Ili insbesondere auf der linken Uferseite mehrere Zuflüsse auf: Šaryn, Šilik, Issik, Talgar, Kaskelen, Kurty, Bolšaâ-Almatinka und Malaâ-Almatinka. Rechts münden etliche kleinere Nebenflüsse in den Ili. Der durchschnittliche Durchfluss des Ili unterhalb der Stadt Kapšagaj liegt bei 478 m/s. Bevor der Stausee Kapšagaj angelegt wurde, lag das Durchflussmaximum bei 2.449 m/s (Stand: August 1924) sowie das Durchflussminimum bei 137 m/s (Stand: 28. Januar 1925). Während der Vegetationszeit (Juni-September) misst der durchschnittliche Durchfluss heute 637 m/s, in den übrigen Monaten beträgt er 312 m/s. Innerhalb der Verlaufsstrecke zwischen der Einmündung des Kurty und der eigenen Mündung wird der Ili durch keinen weiteren oberirdischen Zufluss gespeist und verliert viel Wasser durch Verdunstung und Infiltration.